Ein bunter Melodienstrauß mit István Szentpáli und seinem Nostalgie-Ensemble am 19. März:

„Vom Wiener Blut“ bis zum „Frühling in San Remo“

Fruehlingskonzert am 19 Maerz 2017 3 Fruehlingskonzert am 19 Maerz 2017 9


Die Stadtsparkasse Burgdorf und der VVV präsentieren am Sonntag, 19. März, um 17.00 Uhr das traditionelle Frühlingskonzert im Veranstaltungszentrum StadtHaus (Sorgenser Straße 31). István Szentpáli und sein Nostalgie-Ensemble spielen einen musikalischen Frühlingsgruß mit populären Werken der klassischen Unterhaltungsmusik des 19. und 20. Jahrhunderts.  Als Gesangssolistin wirkt die Sopranistin Julia Bachmann mit.  Auf dem Programm stehen Werke von Fritz Kreisler, Johann Strauss Sohn und Vater, Pablo de Sarasate, Edward Elgar, Fred Raymond, Henryk Wienawski, Franz Lehár, Carl Michael Ziehrer und Jacques Offenbach.  Konzertkarten gibt es bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136 – 1862, und bei der Stadtsparkasse Burgdorf, Marktstraße 59. VVV-Mitglieder erhalten bei Bleich Drucken und Stempeln Ermäßigungen.

Von Fritz Kreisler bis zu Jacques Offenbach

Das Konzert  spannt einen musikalischen Bogen von Fritz Kreislers melancholischem Walzer „Liebesleid“ bis zur Arie der Olympia aus Jacques Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“. Auf die „Frühlingsstimmen“ von Johann Strauss Sohn folgen als Bravourstück für Violine die virtuosen „Zigeunerweisen“ des spanischen Paganini Pablo de Sarasate. Mit „Wiener Blut“ erklingt ein Walzer, der wie kein anderer für das unbeschwerte und pulsierende Lebensgefühl in der damaligen Hauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie steht. Dass der Walzerkönig Johann Strauss und seine ebenfalls komponierenden Brüder Josef und Eduard  das musikalische Talent von ihrem komponierenden Vater erbten, zeigt dessen 1828 geschriebener „Seufzer-Galopp“. Einen sehnsuchtsvollen Liebesgruß entsendet Edward Elgars „Salut D´Amour“.  In die Pause  gehen die Musiker mit dem von Julia Bachmann gesungenen Lied „Frühling in San Remo“ aus Fred Raymonds Operette „Maske in Blau“.

Der Geiger Henryk Wieniawskis gilt neben Frederic Chopin als der bedeutendste Vertreter der polnischen Romantik. Mit seiner „Scherzo-Tarantelle“ eröffnet das Nostalgie-Ensemble den zweiten Konzertteil und stellt dabei István Szentpális Violine in den Mittelpunkt. Julia Bachmanns ausdrucksstarke Stimme erleben die Zuhörer ein weiteres Mal im „Vilja-Lied“ aus Franz Lehárs „Lustiger Witwe“. Carl Michael Ziehrer gehörte zu den stärksten Konkurrenten von Johann Strauss Sohn. Aus seinem über 600 Stücke umfassenden Gesamtwerk spielen die Musiker die „Fächer-Polonaise“. Ebenfalls aus der „Lustigen Witwe“ stammt der Walzer „Ballsirenen“, auf den Fritz Kreislers Alt-Wiener Tanzweise „Schön Rosmarin“ folgt. Johann Strauss Vater,  Komponist des berühmten „Radetzky-Marsches“, schrieb im Jahr 1847 auch die selten zu hörende bezaubernde „Kathinka“ – Polka im böhmischen Stil.  Danach klingt das Konzert mit der Arie der Olympia aus Jacques Offenbachs einziger Oper „Hoffmanns Erzählungen“ aus. 

Feinsinniger Musikgenuss

Der aus Ungarn stammende Geiger István Szentpáli trat im August 1971 in das Niedersächsische Staatsorchester Hannover ein und blieb dem norddeutschen Klangkörper über 40 Jahre verbunden.  Schon in den 1970er Jahren gründete Szentpáli mit einigen Orchesterkollegen das Nostalgie-Ensemble, um die damals fast vergessene Kunst der Wiener Caféhaus-Musik wieder in musikalische Erinnerung zu bringen. Schon bald erlangte das Ensemble mit seinen originellen Salonkonzerten einen überregionalen Bekanntheitsgrad und steht seitdem für feinsinnigen, unaufdringlichen Musikgenuss. Zahlreiche Gastauftritte in Rundfunk und Fernsehen sowie Schallplattenaufnahmen schlossen sich an. Konzertreisen führten die Musiker bis nach Japan.  Das Nostalgie-Ensemble begeistert das Publikum mit den schönsten Melodien aus der Glanzzeit der Wiener Operette, beliebten Walzer- und Polkaklängen sowie musikalischen Streifzügen in die Zeit der Klassik und Romantik.

Mehrfache Preisträgerin

Die junge Sopranistin Julia Bachmann ist von 2011 bis 2013 Gast am Staatstheater Hannover gewesen und seit Februar 2014 als Gast am Theater für Niedersachen in Hildesheim engagiert. Dort übernahm sie u.a. die Rolle der „Papagena“ in Mozarts „Zauberflöte“.         Im Sommer 2015 sang sie als Hauptpreisträgerin des „Internationalen Gesangswettbewerbs Schloss Rheinsberg“ die Titelrolle bei der Uraufführung der Oper „Adriana“  von Marc-Aurel Floros, zu der Elke Heidenreich das Libretto schrieb. Für ihre Darbietung des Ännchens in der romantischen Oper „Der Freischütz“ sowie für ihre Verkörperung der  „Frasquita“ in Bizets Carmen bei den Eutiner Festspielen erhielt die Künstlerin im Sommer 2016 glänzende Kritiken.  Julia Bachmann ist wiederholte Publikums-Preisträgerin des Festivals „Klassik in der Altstadt“ zur Förderung junger Künstler in Hannover, wiederholte Finalistin im Bundeswettbewerb Gesang und gewann 2013 den „Most distinguished musician“ Preis beim IBLA-Wettbewerb in Sizilien.  Sie trat in vielen renommierten Konzertsälen in Deutschland sowie in Italien und Südafrika auf.  2015 und 2016 hat sie als Gesangssolistin an einer Tournee durch China teilgenommen.