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Rechtzeitig das Lieblings-Abo für das Theater am Berliner Ring sichern/Neue Spielzeit beginnt am 12. Oktober:
Von der gruseligen „Addams Family“ bis zur männermordenden „Bella Donna“

Ein an Höhepunkten reiches Programm mit spannenden Produktionen im Theater am Berliner Ring bieten der VVV und die Stadt Burgdorf in der kommenden Spielzeit 2018/​2019.  Vom 12. Oktober bis 7. Juni 2019 sind acht neue Gastspiele des Theaters für Niedersachsen zu sehen.  „Die Zuschauer erwartet ein ausgewogener Spielplan, der alle Sparten vom Musical über das klassische Drama und die Komödie bis zum modernen Schauspiel umfasst“, verspricht der VVV-Arbeitskreis Theater am Berliner Ring, der seit 2006 für das organisatorische Umfeld verantwortlich ist.  Die jährlich ansteigende Abonnentenzahl spiegelt wider, dass sich das Theater in Burgdorf in den letzten elf Jahren zu einem attraktiven kulturellen Anziehungspunkt entwickelt hat. Als Sponsorpartner beteiligt sich die Stadtsparkasse Burgdorf. Die Aufführungen beginnen jeweils freitags um 20.00 Uhr. Für das Publikum gibt es eine halbe Stunde vorher eine kostenlose Einführung in die Bühnenhandlung.
In der viermonatigen Spielzeitpause läuft bereits der Verkauf der neuen Abonnements bereits auf Hochtouren. Verkaufsstelle ist Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136 – 1862. Dort erhält jeder Interessent eine ausführliche Beratung. Theaterfreunde, die sich frühzeitig einen festen Platz reservieren möchten, haben die Auswahl zwischen vier Kategorien: „MARATHON“ (acht Vorstellungen, Gesamtpreise von 74,00 bis 128,00 €), WAHL-ABO (fünf Vorstellungen zur freien Auswahl, Gesamtpreise von 63,50 bis 90,00 €), „CLASSICO“ (vier Vorstellungen klassischen Inhalts, Gesamtpreise von 37,00 bis 64,00 €) und „LIGHT ACTION“ (vier Bühnenstücke der leichten Muse, Gesamtpreise von 37,00 bis 64,00 €). Für VVV-Mitglieder und Jugendliche gibt es im Vorverkauf Ermäßigungen.

Musical „Die Brücken am Fluss“
 
Musical Die Bruecken am Fluss am 12 Oktober 2019
Auf Saisonauftakt am 12. Oktober erleben die Zuschauer das Musical „Die Brücken am Fluss“:  Fotograf Robert ist für eine Reportage unterwegs, um die überdachten Brücken in Madison County zu fotografieren. Auf der Suche nach einer dieser Brücken trifft er Francesca, deren Mann zusammen mit den Kindern für einige Tage auf Reisen ist. Das zufällige Treffen der beiden stellt sich als schicksalhafte Begegnung heraus. Vom ersten Augenblick an besteht zwischen Francesca und Robert eine ganz besondere Verbindung: Seelenverwandtschaft verwandelt sich in Liebe. Es steht für Francesca die Frage im Raum, ob sie ihr sorgsam eingerichtetes Leben mit Mann und Kindern hinter sich lassen soll, um fortan mit Robert durch die Welt zu reisen, oder ob alles so bleiben soll, wie es ist – eine schwere Entscheidung.
Basierend auf dem Roman von Robert James Waller, erwies sich die Verfilmung mit Meryl Streep und Clint Eastwood 1995 als Welterfolg. Für die Musicaladaption schrieb der Komponist Jason Robert Brown eine Musik mit großen, gefühlvollen Melodien. 2014 erhielt er für „Die Brücken am Fluss“ zwei Tony Awards. Die Fachpresse lobte die „schwelgerische, packende Komposition“ mit „lyrischen, weit gespannten Melodiebögen, beschwingten Walzern, elaborierten Grooves, Anklängen italienischer Folklore und einer Prise Country.“

„Gift. Eine Ehegeschichte“

Gift Eine Ehegeschichte am 16 November 2018 
Am 16. November folgt das von der niederländischen Autorin Lot Vekemans geschriebene Schauspiel „Gift.Eine Ehegeschichte“. Nach jahrelanger Trennung trifft sich ein Ehepaar an der Grabstätte ihres einzigen Kindes wieder,  das wegen eines Giftfundes im Boden des Friedhofs umgebettet werden soll. Das Zusammentreffen bewegt die beiden, auf die letzten Jahre züruckzublicken. Nur der Ehemann scheint einen Weg gefunden zu haben,  mit dem Tod des Sohnes umzugehen. Er hat sein bisheriges Leben komplett hinter sich gelassen und in Frankreich mit einer anderen Frau ein neue Beziehung begonnen,  aus der schon bald Familiennachwuchs hervorgeht.  Sie dagegen ist im ehemals gemeinsamen Haus allein mit den quälenden Gedanken an das frühere Familienglück zurück geblieben.  
Was als zaghafte, hilflose Kommunikation mit unfreiwillig komischen Momenten beginnt, entwickelt sich zu einem intensiven Gespräch und einer berührenden  Begegnung: Zwei Menschen auf der Suche nach einem Weg, die Vergangenheit zu akzeptieren, in gemeinsamer Erinnerung Ruhe zu finden und Vertrautes wieder zuzulassen. Gelingt es den beiden, die nur schwer überbrückbare Kluft zu überwinden, die der bodenlose Schmerz zwischen ihnen aufgerissen hat?

„Die unsichtbare Hand“

Die unsichtbare Hand am 21 Dezember 2018
Ein spannender hochaktueller Polit-Thriller von Ayad Akhtar steht am 21. Dezember auf dem Spielplan. Schauplatz ist der Rückzugsort einer islamischen Terrorgruppe an einem unbekannten Winkel in Pakistan.  Seit drei Wochen halten die skrupellosen Gewalttäter den Börsenmakler Nick Bright als Geisel fest. Sie fordern als Lösegeld die exorbitante  Summe von 10 Millionen Dollar, die weder sein Arbeitgeber noch die US-Regierung  zu zahlen bereit sind.  In seiner Verzweiflung macht Nick seinen Entführern einen aberwitzigen Vorschlag: Er will online an der Börse sein Lösegeld selbst verdienen. Als seine Peiniger zustimmen, beginnt Nick mit Hilfe seines Bewachers Bashir, an den internationalen Aktienbörsen zu spekulieren.
Doch je mehr Geld sich auf den Konten der Terroristen anhäuft, um so mehr nimmt deren Versuchung zu, die eigenen Ziele zu verraten. Der Erfolgsautor Ayad Akhtar übersetzt die drängenden Fragen unserer Zeit in einen brisanten Thriller: „Das neue Stück hat das Zeug, zu einem wahren Hit auf deutschen Bühnen zu werden“, urteilte der Deutschlandfunk anlässlich der deutschen Erstaufführung. Pulitzer-Preisträger Ayad Akhtar, amerikanischer Autor mit pakistanischen Wurzeln, versteht es glänzend, das Publikum in moralische Wechselbäder zu tauchen: Ist der Glaube an die sprichwörtliche „unsichtbare Hand“ des Marktes wirklich besser als der Glaube an die Hand Allahs?

„Die Addams Family“

Musical Addams Family am 15 Februar 2019 1
In Andrew Lippas musikalischer Gruselkomödie „Die Addams Family“ (zu sehen am 15. Februar 2019) gibt es ein Wiedersehen mit den Familienmitgliedern aus der gleichnamigen Cartoon- und Fernsehserie der 1960er Jahre und den Kinofilmen aus den 90er Jahren. Wer erinnert sich nicht an die gruseligen, verrückten und kultigen Charaktere: Gomez, Morticia, Onkel Fester, Butler Lurch, Großmutter und die beiden Kinder Wednesday und Pugsley? Seit der Uraufführung des Musicals 2009 in Chicago erobert „Die Addams Family“ die internationalen und deutschen Musicalbühnen. Im Mittelpunkt steht eine höchst liebenswerte Ansammlung von Exzentrikern, die in einer verfallenen Villa mitten im New Yorker Central Park haust.  Das heruntergekommene Anwesen hat ein weiteres Manko: Es spukt dort ganz gewaltig.
Familienoberhäupter sind die elegant-unterkühlte und merkwürdig untote Morticia und ihr Gatte, der ihr in Liebe ergebene heißblütige Gomez.  Aber auch ungewöhnliche Eltern erleben die gleichen Albträume mit ihren Kindern wie „normale“ Eltern: Tochter Wednesday, selbsternannte Prinzessin der Finsternis, hat sich verliebt. Ihr Auserwählter: Lucas, der aus einer höchst gewöhnlichen Familie stammt. Wednesday vertraut sich ihrem Vater an und beschwört ihn, der strengen Mutter nichts davon zu sagen. Die Situation droht zu eskalieren, als die Familie von Lucas ihren Antrittsbesuch bei den Addams’ macht, um die zukünftige Schwiegertochter kennenzulernen, und so nehmen die Dinge beim gemeinsamen Dinner ihren chaotisch-gruseligen Verlauf.

„Auf und davon“

Auf und davon am 15 Maerz 2019
„Auf und davon“ ist eine hinreißende und überaus witzige Gaunerkomödie mit doppeltem Boden, die das Publikum am 15. März 2019 bis zur letzten Minute in Atem und bei guter Laune hält. Peter Yeldhams erstes Theaterstück, sinnlich, romantisch und immer wieder mit einer ungeahnten Wendung überraschend, eroberte sich seit seiner deutschen Erstaufführung 1970 in Berlin einen festen Platz auf den Spielplänen.
Das Bühnengeschehen bestimmen zunächst die beiden raffinierten jungen Gaunerinnen Josephine und Elizabeth. Die attraktiven Frauen reisen rund um die Welt und leben davon, gutsituierten und leichtgläubigen Herren auf nicht ganz legale Weise das Geld aus der Tasche zu ziehen. In ihren Paraderollen als charmant-verführerische Gräfin mit momentanen Geldsorgen und deren liebenswerter Sekretärin konnten sie bislang jedes Männerherz erweichen. Charlie jedoch, ein smarter New Yorker Banker und ihr neuestes Männeropfer, ist ähnlich ausgekocht wie sie selbst und lässt sich nicht so leicht ausnehmen. Es kommt zu einer Partnerschaft zwischen den dreien, die sich allerdings nur anfangs auf das Geschäftliche beschränkt. Denn sowohl Josephine als auch Elizabeth finden schnell Gefallen an Charlie und versuchen sich gegenseitig in ihren Annäherungsversuchen zu übertrumpfen…

„Dinge, die ich sicher weiß“

Dinge die ich sicher weiss am 12 April 2019
Um „Dinge, die ich sicher weiß“ geht es in dem gleichnamigen Schauspiel von Andrew Bovell, die am 12. April 2019 auf dem Spielplan steht. Dabei beobachtet das Publikum eine klassische Familie über ein Jahr hinweg. Es sieht der Mutter Fran dabei zu, wie sie darum kämpft, ihre Liebsten zusammen zu halten. Doch je stärker sie sich bemüht, die enge Beziehung zu ihren Kindern aufrecht zu erhalten, desto weiter scheinen diese sich von ihr zu entfernen. Sie gehen letzten Endes doch ihre eigenen Wege, auch wenn dies bedeutet, die Akzeptanz der Eltern zu verlieren. Der preisgekrönte australische Autor Andrew Bovell schrieb ein packendes Drama darüber, was Eltern und ihre erwachsenen Kinder zusammenhält und was sie trennt.

„Mutter Courage und ihre Kinder“

Mutter Courage und ihre Kinder am 9 Juni 2019
Die mit Bauernschläue, Mutterwitz und Schlagfertigkeit, aber auch Engstirnigkeit und Unverbesserlichkeit gesegnete Marketenderin Anna Fierling – wegen ihres Mutes „Mutter Courage“ genannt -  ist eine der berühmtesten Figuren des Dramatikers Bertolt Brecht. Sie steht im Fokus seines 1942 uraufgeführten Schauspiels „Mutter Courage und ihre Kinder“, mit dem die Spielzeit am 3. Mai 2019 weitergeht.  Ihr Geschäft ist der Krieg! Mit ihren Kindern Eilif, Schweizerkas und der stummen Kattrin zieht sie den kämpfenden Truppen im Dreißigjährigen Krieg hinterher. Sie will Geschäfte machen und vom  Krieg profitieren. Doch am Ende hat sie fast alles verloren, auch ihre drei Kinder. Sie zieht allein mit ihrem Marketenderwagen weiter. Für sie zählt nur eins: „Ich muss wieder in den Handel kommen.“   Das Stück ist als gegen die unmenschliche Profitsucht gerichtetes Gleichnis aktuell wie eh und je: Geschäft und Gewinn sind mächtiger als Anschauungen, Wertmaßstäbe und Mutterliebe. Brecht zeigt den Krieg als Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln. Und zeigt zugleich: Im Krieg gibt es nur Verlierer.

„Bella Donna“: Ein lustvoller und todsicherer Spaß

Kriminalkomoedie Bella Donna am 9 Juni 2019
Stefan Vögel stattete seine prickelnde Kriminalkomödie „Bella Donna“ mit einem gehörigem Schuss rabenschwarzem Humor aus und schuf so eine launige Boulevard-Groteske. Mit ihr klingt die Spielzeit am 7. Juni 2019 aus. Liebhaber haben ein Verfallsdatum von zwei Jahren: Diese Ansicht über Männer führt zu radikalen Konsequenzen im Leben der prominenten Kochbuchautorin Carmen Wolf, die die Zuschauer als Hauptperson des Geschehens kennenlernen.  Statt ihre Liebhaber zu verlassen, entsorgt sie ihre Bettgefährten nach dem Ablauf der 24-Monats-Frist mit einem finalen Liebestrank aus dem tödlichen Gift der Tollkirsche, genannt Bella Donna. Danach vergräbt sie die Leichen in ihrem Garten.
Die Bühnenhandlung setzt am Silvesterabend ein. Carmens aktueller Verehrer heißt Bernie und weiß noch nicht,  dass er den Jahreswechsel nicht mehr erleben soll.  Doch Carmens Zeitplan gerät an diesem Abend gründlich durcheinander, als unerwartet ihre Tochter und deren Verlobter mitsamt dem zukünftigen Schwiegerpapa vor der Tür stehen. Carmens neuer Lover Martin ist schon ganz betört von Carmens zweiter Hausmarke, einem selbstgemixten Liebes-Kräutertrank, und dann entpuppt sich Bernie plötzlich auch noch als putzmunter …

Fotos (Quelle: VVV)