
Sehr geehrte / geehrter Gast
in diesem Newsletter geben wir Ihnen eine Vorschau für die VVV-Ausstellungen im Themenjahr „BURGDORF INTERNATIONAL“:
Von Michael Jackson zu Fritz Haarmann
Die vom VVV seit 1983 im Stadtmuseum (Schmiedestraße 6) und seit 2008 auch in der KulturWerkStadt (Poststraße 2) gezeigten Ausstellungen erfreuen sich einer großen Beliebtheit, die sich auch in einer beachtlichen überregionalen Resonanz niederschlägt. Mit einer Gesamtzahl von 35.000 Besuchern, unter denen zahlreiche auswärtige Gäste waren, verzeichneten beide Museen im vergangenen Jahr einen neuen Besucherrekord. Im laufenden Themenjahr „BURGDORF INTERNATIONAL“ gibt es eine Reihe weiterer attraktiver Ausstellungen, deren abwechselungsreiche Bandbreite einen Besuch der beiden Museen über den gesamten Jahreszeitraum lohnenswert macht.
„Michael Jackson kommt nach Burgdorf – Sammler stellen aus“
Im Stadtmuseum zeigen der VVV und die Stadt Burgdorf die Ausstellung: „Michael Jackson kommt nach Burgdorf - Sammler stellen aus“ (18. Februar bis 29. April). Für die Schau haben private Sammler aus der Region – die meisten von ihnen stammen aus Burgdorf - einen Querschnitt ihrer in oft jahrzehntelanger Tätigkeit zusammengetragenen Sammelobjekte ausgewählt. Martina Gypser bewahrt Erinnerungsstücke an den 2009 überraschend verstorbenen Sänger Michael Jackson auf, der als „King of Pop“ unvergessen bleibt.
Eberhard Hußmann sammelt seit Jahrzehnten alles, was mit Wilhelm Busch und seinen legendären „Max und Moritz“-Geschichten zusammenhängt. Ihrer Puppen- und Spielzeugsammlung widmet sich seine Ehefrau Helga seit vielen Jahren. Sie hat ihre schönsten Exemplare für die Ausstellung zusammengestellt.
In der oberen Etage ist die neue Dioramengruppe „Weltgeschichte in Zinn“ zu sehen, die der Oranienburger Zinnfigurensammler Wolfgang Lohse der von Horst Hübner geleiteten Burgdorfer Zinnfigurensammlung gestiftet hat.
Jürgen Mollenhauers Sammelleidenschaft gilt historischen deutschen Gesang- und Gebetbüchern, von denen er seltene Ausgaben ausstellt. Gertraud Mollenhauers und Kristine Bäuerles Sammelgebiet sind Autogrammkarten berühmter Filmstars der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte (darunter Romy Schneider, Heinz Rühmann, Maria Schell und Hansjörg Felmy) und aus dieser Zeit stammende Filmprogramme. Science Fiction-Hintergrundmaterial von Michael Slapnicar, Handarbeiten der 1950er Jahre von Norbert Schlumbohm,

historische Modell-Dampfmaschinen von Gerhard Lüdtke, Zuckertüten jeglicher Couleur von Anna Hentschel,

Matchbox-LKW-Modelle von Ulrich Schulz und historische Fahrzeuge von Armin Baur komplettieren die ansehnliche Ausstellungspalette.
Playmobil-Ausstellung in beiden Museen
Am 26.
Mai gibt es ein außergewöhnliches Debut im Veranstaltungsprogramm des VVV: An diesem Tag startet die große Playmobil-Ausstellung simultan im Stadtmuseum und in der KulturWerkStadt. Sie ist als erstes Ausstellungsprojekt des VVV in beiden Museumshäusern bis zum 12. August zu sehen und wirft ein Schlaglicht auf die faszinierende Vielfalt der Playmobil-Themenwelten. Seit ihrer Markteinführung auf der Nürnberger Spielwarenmesse des Jahres 1974 entwickelten sich die Spielfiguren zum Kultobjekt in bundesdeutschen Kinderstuben.
Phantastische Welten im Stadtmuseum
Zu einer Reise in ferne Galaxien sind die Besucher des Stadtmuseums vom 1. September bis 28. Oktober eingeladen. Der VVV und die Stadt Burgdorfer präsentieren eine neue Science-Fiction-Schau mit Exponaten des Star Trek Clubs Hannover. Es ist das vierte 
Ausstellungsprojekt, das die hannoverschen Fans in den Räumlichkeiten des Stadtmuseums v
orstellen. Rund um das Genre des phantastischen Films erhalten die Museumsbesucher spannende Einblicke hinter die Kulissen bekannter Science Fiction-Serien und sehen Ausstellungsmaterial aus dem Umfeld dieser Filme.
„Warte nur ein Weilchen – bald kommt Haarmann auch zu dir …“
Die Sonderausstellung „Polizeimuseum“ mit Exponaten der
Polizeigeschichtlichen Sammlung Niedersachsen setzt ab dem 17. November den Ausstellungsreigen im Stadtmuseum fort. Der VVV und die Stadt Burgdorf zeigen die bis Ende Januar 2013 laufende Schau in Zusammenarbeit mit der Polizeiakademie Niedersachsen. Sie ist für die Sammlung verantwortlich, die sich als eine der größten in ganz Deutschland etabliert hat und Einsichten in die Geschichte des neuzeitlichen Polizeiwesens gewährt. Anzuschauen sind neben Bild- und Texttafeln Uniformen
, Ausrüstungsgegenstände, Polizeifahrzeuge, eine historische Polizeiwache und Geräte des Erkennungsdienstes. Von besonderem Wert sind Dokumente und Fotos aus den Ermittlungsakten über den hannoverschen Serienmörder Fritz Haarmann, der 1924 wegen der Ermordung von 24 jungen Männern zum Tode verurteilt und am 15. April 1925 hingerichtet wurde. Bekannt geworden ist seine Geschichte durch ein schwarzhumoriges Lied, in das Gerüchte über die angebliche Verarbeitung seiner Opfer zu Fleischkonserven einflossen: „Warte, warte nur ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir, mit dem kleinen Hackebeilchen, macht er Hackefleisch aus dir.“
„BURGDORF INTERNATIONAL – Wir sind Burgdorf“
Erster Höhepunkt des Themenjahrs ist die Ausstellung „BURGDORF INTERNATIONAL – Wir sind Burgdorf“, die vom 3. März bis zum 29. April in der KulturWerkStadt zu sehen ist. Sie entwirft 
ein umfassendes Bild von Burgdorfs internationalem Charakter, den über 1600 Einwohner aus 94 Nationen prägen. 15 Mitbürger aus unterschiedlichen Herkunftsländern stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Aus deren ganz persönlicher Sicht erfahren die Besucher, welch individueller Lebensweg sie nach Burgdorf geführt und wie sich der Prozess der Integration in ihr ungewohntes deutsches Lebensumfeld gestaltet hat. Ursula Wieker und ihr Ausstellungsteam demonstrieren, dass die portraitierten Menschen die hürdenreiche Gradwanderung zwischen Bewahrung der eigenen kulturellen Identität und der Anpassung an ihr neues Heimatland erfolgreich gemeistert haben. Die Einzelportraits fügen sich zu einem repräsentativen Gesamteindruck des harmonischen Miteinanders von ausländischen und deutschen Mitbürgern zusammen.
„Burgdorfer Häuser und Geschichten“
Nach der Playmobil-Ausstellung gibt es eine Fortsetzung der Ausstellungsreihe „Burgdorfer Häuser und Geschichten“, bei der in größeren Intervallen interessante Bild- und Textdokumente über historisch bedeutsame Burgdorfer Gebäude vorgestellt werden. Vom 25. August bis 14. Oktober ist sie in der KulturWerkStadt in einer Präsentation des VVV und der Stadt Burgdorf zu sehen.
„Vom Hühnerschreck zum Schluchtenflitzer“
Die Sonderausstellungen der Radfahrgalerie Burgdorf, die 2002 der Obhut des VVV übergeben worden ist, erfreuen sich einer anhaltenden Publikumsgunst. Mit nicht versiegendem Ideenreichtum stoßen Galerieleiter Walter Euhus und sein Team immer wieder auf neue Ausstellungsthemen aus der bunten Welt des Fahrrades. „Vom Hühnerschreck zum Schluchtenflitzer – wie das Fahrrad den Motor bekam und ein echtes Motorrad werden wollte“: so lautet der Titel der neuen Fahrradschau, die vom 20. Oktober bis zum 2. Dezember in der KulturWerkStadt zu sehen sein wird. Sie blickt auf die Geschichte des motorisierten Fahrrades zurück. Deren Anfänge sind auf die 1880er Jahre zu datieren und erreichten in der Entwicklung des Mopeds zu den Zeiten des Wirtschaftswunders ihren Höhepunkt. Das gezeigte Fahrzeugspektrum umfasst u.a. ein französisches Elektromofa aus den 1940er Jahren, ein Sportmoped von 1956 und eine NSU-Quickly, die als meistgebautes Moped Deutschlands zum beliebtesten motorisierten Fortbewegungsmittel jenseits des Autos avancierte.
Beide Museen sind sonnabends und sonntags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Zu den laufenden Ausstellungen können Vereine und Gruppen Sonderführungen auch innerhalb der Woche vereinbaren. Ansprechpartner ist VVV-Geschäftsführer Gerhard Bleich (Tel. 05136 – 1862).

