Rundgang durch die Ausstellung „Burgdorfer Köpfe“ am 3. März:
Vom verfemten Weltkriegsveteranen bis zum Bundesligaschiedsrichter

Ausstellung Burgdorfer Koepfe 01


Die neue Ausstellung „Burgdorfer Köpfe“ widmet sich in der KulturWerkStadt (Poststraße 2)  zwölf bedeutenden Persönlichkeiten der Auestadt und erinnert bis zum 24. März an deren vielfältiges und nachhaltiges Wirken für das Gemeinwesen. Ihr jahrzehntelanges   Engagement hat nachhaltige Spuren in der Stadt hinterlassen, auf die in der Schau  informative Schautafeln den Fokus richten, die von persönlichen Exponaten aus dem Lebensumfeld der vorgestellten Frauen und Männer umrahmt werden. Öffnungszeiten:  samstags und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr.
Die Gastgeber VVV, Stadt Burgdorf und Förderverein Stadtmuseum laden am Sonntag, 3. März,  um 14.30 Uhr zu einem weiteren Rundgang durch die Schau ein.  Anke Gehrke, Christian July, Christel Hoffmann-Pilgrim, Heidrun Rickert und Burkhard Wolters vom Ausstellungsteam stellen aus der Reihe der portraitierten Frauen und Männer folgende Persönlichkeiten vor:  Georg Jacobsohn (1872-1941) war ein erfolgreicher Burgdorfer Unternehmer jüdischen Glaubens und Weltkriegsveteran. Er engagierte sich viele Jahre für die Freiwillige Feuerwehr und das Schützenwesen und fiel als ehemals geachteter Bürger mit seiner Familie der unbarmherzigen Verfolgung durch die Nationalsozialisten zum Opfer. Brigitte Dietrich-Fischer (1938-2015) zeichnete sich als Unternehmerin durch ein starkes soziales Engagement aus, von dem u.a. der Kinderschutzbund profitierte. Margarete Dünker (1913-2002) gründete 1966 den Lepra-Kreis in Burgdorf, den sie bis 1997 leitete und der in den folgenden Jahrzehnten u.a. 13.326 Hosen anfertigte, die an hilfsbedürftige Menschen in diversen Entwicklungsländern gingen.
Der in Burgdorf geborene Spiegel-Journalist Jürgen Leinemann (1937-2013) galt als einer der profiliertesten Beobachter der politischen Szene in der Bundesrepublik und schrieb zahlreiche Bücher, in denen er auf scharfsinnige Weise hinter die Kulissen des Politbetriebs blickte.  Er kehrte zu diversen öffentlichen Auftritten mehrmals in seine Geburtsstadt zurück. Gerd Krauel (1924-2016) übernahm 1968 die Leitung des neugründeten Hauses des Jugend und wirkte ab 1970 als erster hauptamtlicher Stadtjugendpfleger. Winfried Hanschke (1933-2017) war von 1951 bis 1977 als Schiedsrichter u.a. in der Bundesliga aktiv und begegnete in dieser Zeit den Fußballgrößen der damaligen Zeit wie  Uwe Seeler, Franz Beckenbauer, Paul Breitner und Berti Vogts.